Wachstum fürs Depot

Wie ihr beim Lesen sicher schon bemerkt habt, investiere ich vorwiegend in Einzelaktien großer Unternehmen, da ich damit eine gewisse Sicherheit beim Investieren habe. ETFs finde ich nicht gänzlich verkehrt, bevorzuge direkte Aktieninvestments aber aus verschiedenen Gründen.

Ein Problem bei dieser Strategie ist allerdings, dass Unternehmen mit einer sehr hohen Marktkapitalisierung und Hunderttausenden Mitarbeitern selten ein überdurchschnittliches Wachstum an den Tag legen. Diese Bluechips eignen sich daher zwar hervorragend als konservative Langfristanlage und belohnen die geduldigen Anleger mit wachsenden Dividenden, Aktienrückkäufen und Kurssteigerungen, überproportional starkes Wachstum wird man allerdings eher bei kleineren Werten oder in den Schwellenländern finden. Hier bestehen dafür allerdings auch ganz andere Risiken.

Ich investiere daher selten direkt in Schwellenländerwerte oder Unternehmen mit mittlerer oder gar kleiner Marktkapitalisierung, sondern nutze hierfür tatsächlich ETF Sparpläne.

MSCI World vs. MSCI Emerging Markets

Der MSCI Emerging Markets Index enthält über 800 Aktien aus 23 Ländern wie China, Südkorea, Thailand, Brasilien, Russland, Türkei oder Südafrika. In diesen Ländern herrscht ein größeres Wachstum als in den etablierten / entwickelten Regionen, da einerseits ein größeres Bevölkerungswachstum vorliegt, andererseits ein großer Nachholbedarf bei der Entwicklung einer Mittelschicht besteht. Viele große Unternehmen, in die ich direkt investiere, sind selbstverständlich ebenfalls in den genannten Märkten aktiv, der MSCI Emerging Markets konnte in den vergangenen Jahren des MSCI World Index allerdings deutlich übertreffen.

MDAX vs DAX

Der MDAX ist ein Beispiel für einen regionalen Nebenwerte-Index. Er wurde im Januar 1996 eingeführt und repräsentiert die 2. Reihe der deutschen (oder hauptsächlich in Deutschland tätigen) Unternehmen. Der Index wird als Performanceindex ausgegeben und besteht aus 50 Werten. Zur Vergleichbarkeit mit den anderen Indices der DAX Familie wurde der Wert des MDAX rückwirkend für das Ende des Jahres 1987 auf 1.000 Punkte normiert. Damit ist auf der ersten Blick ersichtlich, dass der MDAX mit heute gut 22.200 den DAX (11.700 Punkte) massiv abgehängt hat. Dem deutschen Mittelstand sei dank.

Fazit

Schwellenländer und / oder Small-Caps (also Aktien von kleineren Firmen) können eine gute Beimischung sein, da sie häufig ein größeres Wachstum zeigen und eine höhere Rendite ermöglichen. Die Investition ist jedoch im Gegenzug mit einer größeren Volatilität und stärkeren Schwankungen von Kursen und Dividenden verbunden. Aus diesen Gründen kommen Direkt-Investments für mich hier nicht in Frage, über ETFs lässt sich dieses Problem allerdings sehr gut lösen.

Eine schöne Übersicht zum Vergleich verschiedener Indices findet ihr zum Beispiel hier.

Investiert ihr in Schwellenländer oder Nebenwerte?

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