Warum überhaupt Aktien?

Aktien vs. Lebensversicherung
Wertentwicklung von 10.000 € über einen Zeitraum von 40 Jahren am Aktienmarkt (blau) und in einer Lebensversicherung (rot)

Beim Thema Aktien sind die Deutschen sehr zurückhaltend. Die meisten Personen, mit denen man über Aktien spricht, denken dabei sofort, dass man mit Aktien nur zocken könnte und der normale Kleinanleger eigentlich nur verlieren kann. Dabei eignen sich konservative Aktien langfristig hervorragend zur Altersvorsorge. Und grade in Zeiten von Rentenkürzungen und Zinsen unter 1% ist es wichtig, sein Geld bestmöglich für sich arbeiten zu lassen!

Spekulieren vs. Investieren

Dass man mit Aktien Geld verlieren kann stimmt! Allerdings vor allem wenn man Aktien benutzt, um kurzfristig zu spekulieren. Auf eine steigende Aktie „aufspringen“ und innerhalb von ein paar Tagen oder Wochen einen Gewinn mitnehmen klingt gut, funktioniert in der Realität aber selten und erfordert ein gutes Timing, starke Nerven und ständige Beobachtung der Aktienmärkte. Außerdem gilt: Wo viel zu gewinnen ist, ist auch viel zu verlieren, plötzliche Kurseinbrüche der ausgewählten Zockeraktie sind schließlich auch nicht auszuschließen. Jeder, der so in den Aktienbereich gestartet ist und Geld verloren hat, lässt früher oder später die Finger von Aktien und wird auch jedem in seinem Umfeld vehement von Aktien abraten. Alles in allem ist diese Strategie also für den langfristigen Vermögensaufbau nicht geeignet.

Investieren vs. Sparen

Für sehr lange Anlagezeiträume (20, 30, 40 Jahre) eignen sich konservative Aktien als Geldanlage hervorragend! Die Renditen liegen im Schnitt bei 7 – 9 % und übersteigen damit alle anderen Anlageformen. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist daher Investieren ein sehr viel besserer Weg als bloß zu Sparen. Im folgenden Video wird sehr gut erklärt warum die Anlage in konservative Aktien Geldanlagen langfristig um ein Vielfaches überlegen ist:

Grade die lange Haltedauer in Kombination mit den richtigen, konservativen Aktien macht den Unterschied zwischen Spekulieren und Investieren aus!

Konservative Aktie vs. Immobilie

Nehmen wir an, du kaufst eine Wohnung als Geldanlage um sie zu vermieten. Schaust du dann eine Woche nach dem Kauf, ob du sie 5% teurer wieder verkaufen kannst? Ich denke eher nicht. Stattdessen freust dich Monat für Monat über die Miete, die auf dein Konto fließt. Nach 20 oder 30 Jahren kommt eventuell ein Verkauf der Immobilie infrage und dann kannst du dich damit beschäftigen, wie viel sie im Vergleich zu deinem Kaufpreis nun eigentlich wert ist. Bei einer Top-Immobilie wird der Wert wahrscheinlich gestiegen sein.

Und genau so funktioniert das Investieren in konservative Aktien: Du kaufst einen Anteil eines sehr guten Top-Unternehmens um es langfristig zu halten und über die Jahre freust du dich über die ausgeschütteten Unternehmensgewinne, die sogenannte Dividende. Und nach 20 oder 30 Jahren kannst du dir ja auch mal anschauen wie stark die Kurssteigerungen durch den sich erhöhenden Wert der Firma ausgewirkt haben.

Übrigens übersehen viele Investoren die gewaltigen Nebenkosten beim Immobilienkauf (inkl. Notar, Grundbuch, Makler ca. 12%), hadern beim Aktieninvestment aber mit den Ordergebühren von 5 – 10 €.


Hochklassige konservative Top Aktien vs. Mittelmaß

Dabei konzentrierst du dich auf konservative Aktien, also Unternehmen mit einem starken Geschäftsmodell. Im besten Fall sind diese Unternehmen schon lange am Markt aktiv und haben auch für die Zukunft gute Aussichten. Optimal sind langweilige, krisensichere (eben konservative) Geschäftsmodelle. Wenn die Unternehmen dann noch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Konkurrenten haben, steigende Umsätze und Gewinne von Jahr zu Jahr vorweisen können und über eine solide Kapitalstruktur verfügen, eignen sie sich hervorragend als konservatives Langfrist-Investment. Häufig schaffen diese Unternehmen es auch, ihre Ausschüttungen über die Jahre kontinuierlich zu steigern.

Um den Vergleich mit der Wohnung noch mal zu benutzen: Du kaufst also eine Wohnung in bester Lage in der Münchener City und bekommst jedes Jahr 5% mehr Miete. Praktischerweise geht bei Aktien nie die Heizung kaputt oder das Dach und im Durchschnitt sind die langfristigen Renditen von Aktien höher als die von Immobilien. Dies bedeutet übrigens nicht, dass man mit einer einzelnen Aktie nicht auch langfristig Geld verlieren kann. Selbst wenn sie sehr gut ausgesucht ist, lassen sich einige Entwicklungen einfach nicht vorhersagen und eine technische Neuerung kann zum Beispiel ein ganzes Geschäftsmodell in kurzer Zeit zerstören.  Allerdings kann man in Aktien im Gegensatz zu Immobilien bereits mit geringen Summen einsteigen und sein Geld sehr gut auf verschiedene Unternehmen streuen, während man mit der einen Immobilie in München für mehrere 100.000 € ein enormes Klumprisiko hat.

Wie finde ich die richtigen Aktien?

Aber wie erkennt man nun solche konservativen Aktien von guten Unternehmen? Zu welchem Preis (Aktienkurs) kann man sie kaufen, auf wie viele unterschiedliche Unternehmen sollte man sein Geld verteilen, wie wichtig sind Dividenden? All das klären wir im Artikel „Wie finde ich die richtigen Aktien?“

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*